Sepp, wasmachst du?
Wie Show-Charakter den Algorithmus zum Kochen bringt.
Wie gewinnt Gastronomie wieder Menschen für den Beruf?
Die Gastronomie kämpft seit Jahren mit schwierigen Arbeitsbedingungen. Wochenendarbeit, hoher Leistungsdruck und wenig Planbarkeit machen es schwer, Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu halten. Die Pandemie verschärfte die Situation: Viele Menschen kehrten der Branche den Rücken.
Als Sepp Schellhorn 2021 auf Digiknall zukam, stand deshalb eine konkrete Frage im Raum: Wie lässt sich die Gastronomie über Social Media wieder attraktiver machen? Klassisches Recruiting allein würde dafür nicht reichen. Es brauchte einen Zugang, der Aufmerksamkeit schafft, Vertrauen aufbaut und die Person hinter den Betrieben sichtbar macht.
Das Ziel war klar: Neue Mitarbeiter:innen über Social Media gewinnen und gleichzeitig eine Personenmarke aufbauen, die Menschen regelmässig erreicht. Dafür sollte Sepp nicht einfach über seine Betriebe oder offene Stellen sprechen. Die Inhalte mussten auch dann relevant sein, wenn gerade niemand auf Jobsuche war.
Eine tägliche Show statt einzelner Recruiting-Posts
Die strategische Idee war ein wiedererkennbares Kurzvideoformat, das Education und Entertainment verbindet. Denn Menschen folgen Social-Media-Kanälen nicht, weil eine Marke etwas von ihnen will. Sie bleiben, wenn die Inhalte ihren Alltag bereichern, sie unterhalten oder ihnen konkret weiterhelfen.
Mit „Sepp, was machst du?“ entstand deshalb eine tägliche Reels-Machine rund um Rezepte, Küchen-Hacks und Einblicke in den Gastro-Alltag. Sepp wurde zum Host des Formats und machte die Arbeit in der Gastronomie sichtbar, ohne sie in klassische Recruiting-Botschaften zu verpacken.
Das Format passte zur Plattformlogik der Zeit: Vertikale Kurzvideos, regelmässige Veröffentlichung und Inhalte, die sich über mehrere Kanäle ausspielen lassen. So entstand aus Employer Branding ein laufendes Unterhaltungsformat mit eigener Community.
Mehr als 1.000 Folgen für vier Plattformen
Die Kampagne setzte auf eine konsequente, organische Content-Produktion. Das Format blieb dabei nah an Sepp, der Küche und dem Alltag in der Gastronomie.
Tägliche Kurzvideos: Mit mehr als 1.000 produzierten Folgen wurde aus dem Format eine laufende Social-Media-Show.
Education und Entertainment: Rezepte, Küchen-Hacks und Einblicke in den Gastro-Alltag informierten und unterhielten die Community.
Plattformübergreifende Ausspielung: Die Inhalte wurden auf TikTok, Instagram, Facebook und YouTube genutzt.
Organisches Wachstum: Die Reichweite entstand ohne eingesetztes Werbebudget.
Direkte Community-Kontakte: E-Mail, Instagram Broadcast und WhatsApp ergänzten die öffentliche Reichweite um direkte Kommunikationskanäle.
Verbindung von Person und Marke: Sepp stand als wiedererkennbarer Host im Mittelpunkt und machte seine Arbeit, seine Betriebe und die Gastronomie persönlich erlebbar.
Kund:innenFeedback
Sepp Schellhorn
Gastronom
So lassen wir es knallen
Onboarding
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30 MinutenAngebot
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