Jugend-Internet-Monitor 2026: So nutzt Österreichs Jugend Social Media wirklich!

27. Jänner 2026
Tobias Krammer
Wie tickt die Gen Z und Gen Alpha in Österreich aktuell? Die Initiative Saferinternet.at hat auch dieses Jahr wieder die Social-Media-Nutzung von Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse des Jugend-Internet-Monitors 2026 zeigen spannende Verschiebungen: Während klassische Social-Media-Plattformen an Boden verlieren, etabliert sich Künstliche Intelligenz als fester Bestandteil des Alltags.
Jugend Internet Monitor

Wie tickt die Gen Z und Gen Alpha in Österreich aktuell? Die Initiative Saferinternet.at hat auch dieses Jahr wieder die Social-Media-Nutzung von Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse des Jugend-Internet-Monitors 2026 zeigen spannende Verschiebungen: Während klassische Social-Media-Plattformen an Boden verlieren, etabliert sich Künstliche Intelligenz als fester Bestandteil des Alltags.

Hier sind die wichtigsten Key Takeaways für Eltern, Pädagogen und Interessierte:

1. Die „Big Player“ verlieren an Reichweite

Zwar dominieren die bekannten Riesen weiterhin die Charts, doch fast alle verzeichnen spürbare Rückgänge im Vergleich zum Vorjahr. Die Top 5 der beliebtesten Netzwerke sind:

  • WhatsApp (82 %): Bleibt unangefochten Platz 1, verliert aber 5 Prozentpunkte.
  • YouTube (76 %): Platz 2, ebenfalls mit leichten Verlusten.
  • Snapchat (65 %): Sichert sich knapp Bronze.
  • TikTok & Instagram (beide 64 %): Liegen gleichauf auf den Plätzen 4 und 5.

Der Trend: Es herrscht eine gewisse „Social-Media-Müdigkeit“. Jugendliche kritisieren zunehmend die viele Werbung, den Einheitsbrei an Inhalten und Hasskommentare.

2. Algorithmus statt Abo: Das Ende der Loyalität?

Die Art und Weise, wie konsumiert wird, hat sich grundlegend gewandelt. Der aktive Austausch mit Freunden oder das gezielte Verfolgen von Lieblings-Influencern nimmt ab.

  • Passive Berieselung: Das endlose Scrollen durch algorithmisch kuratierte Kurzvideos (im Stil von TikTok) ist zum Standard auf fast allen Plattformen geworden.
  • Inhalt vor Person: Vielen Jugendlichen ist oft gar nicht mehr bewusst, wem sie eigentlich folgen. Der Content zählt – wie die Creator heißen ist oft nicht im Vordergrund..

3. KI ist der neue Mainstream

Während Social Media leicht schwächelt, explodiert die Nutzung von KI-Tools.

  • 94 % der Jugendlichen nutzen bereits KI-Chatbots (wie ChatGPT).
  • Diese Tools sind fest im Alltag verankert und erklären teilweise, warum weniger Zeit auf klassischen sozialen Plattformen verbracht wird.
  • Werbung findet sich bis dato auf den gängigen KI-Chatbots keine. ChatGPT plant jedoch bereits die Einführung von Werbung in Free-Plänen des Tools.

4. Geschlechterunterschiede: Gaming vs. Inspiration

Bei den großen Netzwerken (WhatsApp, Instagram, Snapchat) gleichen sich die Nutzungsgewohnheiten von Mädchen und Burschen immer mehr an. Doch in der „Nische“ bleiben die Gräben tief:

  • Männlich dominiert: Plattformen wie Discord (28 % Jungs vs. 8 % Mädchen) und Twitch bleiben fest in männlicher Hand.
  • Weiblich dominiert: Die digitale Pinnwand Pinterest ist bei Mädchen extrem beliebt (55 %), während sie bei Burschen kaum eine Rolle spielt (8 %).

5. Gewinner und Verlierer am Rande

  • Der Absturz des Jahres: Die App BeReal, die 2024 noch von einem Drittel genutzt wurde, ist in die Bedeutungslosigkeit gestürzt (nur noch 7 %). Die französische Social-App wurde nach einem Verkauf mit Werbung versehen.
  • Stabil: Nischen wie Signal oder Reddit halten sich wacker, wenn auch auf niedrigem Niveau.

Fazit

Der Jugend-Internet-Monitor 2026 zeichnet das Bild einer Generation, die ihren digitalen Konsum diversifiziert. Gerade das letzte Jahr hat gezeigt, dass der Konsum auch weg vom reinen Social-Networking, hin zu Entertainment durch Algorithmen und Produktivität durch KI. Für Eltern und Begleitpersonen bedeutet das: Medienkompetenz heißt heute nicht mehr nur „Sicherheit auf Facebook“, sondern auch den kritischen Umgang mit KI und algorithmischen Video-Feeds zu verstehen.


Quelle der Daten: Saferinternet.at / Jugend-Internet-Monitor 2026



tobi

Tobias Krammer

Creative Strategist

Kreativer mit großer Affinität zu Zahlen. In der Freizeit gerne ab und an mit der Blasmusikkapelle unterwegs. Tobias entwickelt liebend gerne kreative Kampagnen, die knallen. Gleichzeitig Zahlenmensch, welcher Entscheidungen ungern durch ein Bauchgefühl trifft. Immer offen für einen guten Espresso.

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