Aufmerksamkeit ist die härteste Währung: Digiknall auf der JETZT Social Media!

11. Mai 2026
Tobias Krammer
Wer heute im Feed auffallen will, kämpft gegen Millionen von Videos, Memes und Branded Content. Beim JETZT Social Media Conference Day in Wien haben wir gemeinsam mit Georg Prischl von Radatz Wurstwaren gezeigt, wie eine traditionelle Marke genau diesen Kampf gewinnt - nicht mit mehr Budget, sondern mit dem richtigen System!
© Elisabeth Kessler/MOMENTUM Wien

Coverbild: © Elisabeth Kessler/MOMENTUM Wien

Das Ende von Kurzvideos?

Der Kurzvideo-Markt ist gesättigt. Trotzdem – oder genau deswegen – ist organische Reichweite wertvoller als je zuvor. Wer heute einfach regelmäßig postet, geht unter. Wer hingegen schnell verständliche, unterhaltsame und wiedererkennbare Formate baut, gewinnt.

Die Ausgangsfrage unseres Vortrags war einfach: Wie schafft eine Wurst-Marke aus Wien digitale Aufmerksamkeit: Ohne stumpfes Post-Boosting, ohne Influencer-Deal, ohne Zufälle?

Von Social Media zu Interest Media

Plattformen wie TikTok und Instagram Reels spielen Inhalte längst nicht mehr primär an bestehende Follower:innen aus. Sie verteilen nach Interesse und Relevanz und das verändert alles.

Was zählt:

  • Watch-Time: Schaut man wirklich zu?
  • Like-to-View-Rate: Berührt der Content?
  • Share-to-View-Rate: Ist er weitererzählenswert?

Für Radatz bedeutete das: Nicht einfach Wurstbilder zeigen. Sondern Themenfelder besetzen, die Menschen wirklich interessieren. Wiener Küche, Würstelstände, Grillen, Kulinarik, Schmäh, Wiener Mentalität, Lieblingsplätze in der Stadt. Die Marke als Einstiegspunkt in eine Welt – nicht als Produktkatalog.

Character is everything.

Das war der Satz, der im Saal am lautesten nachgehallt hat.

Erfolgreiche Social-Media-Formate leben nicht von Produkten. Sie leben von Menschen, die vor der Kamera funktionieren. Humor. Charisma. Authentizität. Lust am Dreh. Wiener Schmäh. Unverwechselbarkeit.

Radatz setzt dafür auf echte Gesichter aus dem Unternehmensumfeld – keine gebuchten Testimonials, sondern Charaktere wie den Würstelingenieur: eine Figur, die Nähe schafft, Unterhaltung liefert und dabei zu 100 % zur Marke passt.

Die Reels-Machine: kein Trend-Hopping, sondern ein System.

Was uns von vielen anderen Ansätzen unterscheidet: Wir bauen keine Einzelkampagnen. Wir bauen wiederkehrende Formate, die getestet, weiterentwickelt und skaliert werden.

Die Zahlen aus dem Zeitraum April 2025 bis April 2026 sprechen für sich:

  • Über 25 Millionen Video Views
  • 400.000+ Interaktionen
  • 20.000+ Kommentare
  • 30.000+ neue Follower:innen
  • Über 1 Million monatliche Reichweite im Durchschnitt
  • 900+ Postings

Kein kurzfristiger Hype. Kein viraler Zufallstreffer. Ein System, das kontinuierlich liefert.

5 Learnings, die jede Marke mitnehmen sollte

1. Echte Geschichten schlagen klassische Produktfotos. Menschen folgen Menschen: Nicht Verpackungen.

2. Starke Charaktere machen eine Marke nahbar. Gesichter schaffen Vertrauen. Immer.

3. TikTok und Reels sind Vertical-First-Kanäle – und die wichtigsten Reichweitentreiber. Wer dort nicht präsent ist, überlässt das Feld anderen.

4. Kontinuierliches Testen verbessert Performance. Trial Reels ermöglichen auch das schnelle Testen neuer Formate.

5. Community Management ist kein Zusatz – es ist ein Vertrauensfaktor. Wer auf Kommentare eingeht, baut eine echte Gemeinschaft auf. Wer sie ignoriert, verliert sie.

Fazit: Wurst und Wien als digitales Universum

Beim JETZT Social Media Conference Day wurde einmal mehr klar: Social-Media-Erfolg ist kein Zufallsprodukt. Er entsteht durch ein klares Themenfeld, passende Persönlichkeiten, wiedererkennbare Formate – und eine Haltung, die echte Nähe schafft.

Für Radatz geht es auf Social Media nicht mehr nur um Produktkommunikation. Es geht um den Aufbau einer eigenständigen Markenwelt rund um Wurst, Wien und Community.

tobi

Tobias Krammer

Creative Strategist

Kreativer mit großer Affinität zu Zahlen. In der Freizeit gerne ab und an mit der Blasmusikkapelle unterwegs. Tobias entwickelt liebend gerne kreative Kampagnen, die knallen. Gleichzeitig Zahlenmensch, welcher Entscheidungen ungern durch ein Bauchgefühl trifft. Immer offen für einen guten Espresso.

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